Wir versuchen seit 11 Jahren, professioneller zu werden. Ich habe gelernt: Das ist ein bisschen wie bei dieser (vermutlich völlig aus der Luft gegriffenen) Evolutionstheorie: Mal gehts zwei Schritte voran, dann wieder drei zurück. Sagt das die Theorie überhaupt? Naja egal, zurück zum Thema. Beispielsweise proben wir jetzt oft am Tag des Konzerts unser Programm nochmal kurz. Und wir versuchen e-mails zu beantworten. Und CDs zu verschicken, wenn jemand eine kaufen will. Und - ganz wichtig - wir versuchen rechtzeitig auf der Bühne zu stehen. Das ging bei Rock on the beach mal wieder schief. Denn kurz vor der Show fehlte Eike. Grundsätzlich kommt der eh erst immer auf die Bühne gestolpert, wenn das Intro läuft. Aber es ist schon eine Beruhigung, wenn man ihn vorher wenigstens sieht. Also ging es auf Suchexpedition durch die nebligen Buchten des Senner Freibads. Und irgendwo hinter einem Bierwage, der vermutlich auf irgendeiner Schatzkarte mit einem X markiert war, stand Eike in angeregtem Gespräch. Mit kurzer Verpätung ging es dann zu den seefahrerlichen Klängen von "Like Magellan" auf die Bühne - mit unserem Goldlöckchen. Das Konzert war sehr entspannt. Unsere Musik ist offenbar zu harmonisch, als das dabei wüste Schlägereien entstehen können, wie bei den werten Kollegen von Mr. Anderson. Betrunken und glücklich gings zurück in heimische Gewässer, wir hoffen auf eine Rückkehr zur Schatzinsel in 2010!